Gedanken zum Muttertag

Der Muttertag ist ein guter Anlass, einmal bewusst hinzuschauen: Mütter leisten jeden Tag unglaublich viel. Mit viel Liebe, Geduld und Einsatz sind sie für andere da, geben Halt, begleiten und prägen das Leben ihrer Kinder oft weit über das Sichtbare hinaus. Das verdient Anerkennung, und zwar nicht nur an einem bestimmten Datum im Kalender.
Denn eigentlich reicht ein einzelner Tag gar nicht aus, um all das zu würdigen. Was Mütter tun, passiert jeden Tag in kleinen Gesten, im Zuhören, im Dasein und im Durchhalten. Vieles davon bleibt oft unbemerkt. Umso wichtiger ist es, genau das im Alltag mehr in den Blick zu nehmen und wertzuschätzen.
Auch unser Glaube kennt starke Bilder dafür, obwohl unser Gottesbild oft eher männlich und väterlich geprägt ist. Im Buch Jesaja heißt es: „Ich will euch trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet“ (Jes 66,13). Ein Bild, das zeigt, wie tief und verlässlich Liebe und Trost sein können, und das uns zugleich etwas von Gottes Nähe erahnen lässt.
Vielleicht kann uns der Muttertag genau daran erinnern: Dankbarkeit nicht aufzuschieben, sondern im Alltag zu leben und wahrzunehmen, was Menschen füreinander tun, und Wertschätzung auszusprechen - immer wieder und das nicht nur an Mütter, sondern an alle Menschen, die sich für andere einsetzen.
Sabrina Bergmann






